Lafontaine fordert von Schwan, sie müsse sich klar gegen den Afghanistan-Einsatz äußern, wenn sie die Stimmen der Linken für die Wahl zur Bundespräsidentin haben will. Da tut sich was.
Es wird deutlich, daß die Kriegsbeteiligung Deutschlands immer mehr ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung rückt. Wenn die Friedensbewegung da weiter kräftig Druck macht, dann sollte es spätestens zum beginnenden Bundestagswahlkampf Anfang 2009 möglich sein, diese Frage zum Maßstab für eine humane Politik zu machen, so daß die SPD sich neu wird positionieren müssen. Vor allem bei den Jusos muß da Bewegung hervorgebracht werden.
Daß der soziale Druck sogar auf die Schwarzen Wirkung hat, zeigt sich bei der Auseinandersetzung um die Erzeugerpreise bei Milchprodukten. Sonnleitner, diese korrupte rechte Sau, versucht mit seinem Bauernverband jetzt allen Ernstes auf den Streik des Milcherzeugerverbandes aufzuspringen, dem durch Verhandlungen mit den Discountern die Spitze zu nehmen, während er gleichzeitig die Lorbeeren für die erstrittenen Erfolge einheimst. Eher unwahrscheinlich, daß er damit Erfolg haben kann, dafür dürfte die Wut der kleinen Bauern zu groß sein. Könnte aber ein weiteres Beispiel für einen poppulistischen Schwenk auf der Rechten Seite sein. Das ist Ernst zu nehmen.